Behörde unterstützt Kandidatur für Kirchenratspräsidium
Die Vorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil um Präsident Thomas Friederich unterstützt die Kandidatur von Gemeindepfarrer Paul Wellauer für das Kirchenratspräsidium.

Behörde unterstützt Kandidatur für Kirchenratspräsidium

Der Bischofszeller Gemeindepfarrer Paul Wellauer kandidiert als Nachfolger von Pfarrer Wilfried Bührer als Kirchenratspräsident der Evangelischen Landeskirche Thurgau. Dies hat er in Absprache mit der lokalen Kirchenbehörde bekanntgegeben, die den Entscheid voll unterstützt. Sie bedauert es indes, im Falle einer Wahl einen initiativen Gemeindepfarrer im Vollamt zu verlieren.

Paul Wellauer hat seine Kandidatur eng mit der evangelischen Kirchenvorsteherschaft Bischofszell-Hauptwil abgestimmt. Trotz des Bedauerns, im Fall einer Wahl einen initiativen Gemeindepfarrer zu verlieren, unterstützt die Behörde die Kandidatur vollumfänglich. Sie sieht in Paul Wellauer die geeignete Persönlichkeit, die Thurgauer Landeskirche in die Zukunft zu führen und die Kirchgemeinden nicht nur zu vernetzen, sondern auch zu stärken.

Erfreuliche Zusammenarbeit

Der neue Kirchgemeindepräsident Thomas Friederich sagt, dass er die Zusammenarbeit mit Paul Wellauer in verschiedenen Bereichen der Kirchgemeinde sehr schätze und sich auch bei einer Wahl freue, weiterhin auf die aufbauende Zusammenarbeit mit Wellauer zu zählen. Je nach Entwicklung der Situation werde die Kirchenvorsteherschaft nach der Wahl die nötigen Schritte einleiten. Friederich ergänzt jedoch: „So weit sind wir noch lange nicht. So oder so arbeiten wir weiter voll motiviert mit Paul Wellauer zusammen und zählen auf sein Engagement.“ Sowohl Paul Wellauer als auch Thomas Friederich halten fest, dass Wellauer im Fall einer Nichtwahl das Gemeindepfarramt nach wie vor mit Herzblut und voller Unterstützung der Kirchenvorsteherschaft wahrnehmen kann.

Weiterhin in Kirchgemeinde verwurzelt

Wellauer betont, er sei „nach wie vor mit voller Überzeugung und Herzblut Gemeindepfarrer: Ich liebe die Arbeit an der Basis, die Begegnungen mit Gemeindegliedern, die Arbeit in Teams, die Gestaltung von Unterrichtsstunden und Gottesdiensten.“ Er und seine Frau hätten den Umzug nach Bischofszell vor rund zwölf Jahren als Berufung erlebt. Er engagiere sich deshalb auch bei einer Wahl als Kirchenratspräsident gerne weiterhin für eine lebendige und vielfältige Kirchgemeinde. Das sei wichtig, um auch als kantonaler Repräsentant der Kirche den Kontakt zur Basis zu pflegen und davon zu profitieren. Für Pfarrstellvertretungen in der eigenen Gemeinde und im ganzen Kanton würde er wie Wilfried Bührer zur Verfügung stehen. Wie das genau aussähe, kann dann aber erst nach einer allfälligen Wahl erörtert werden. Wellauer gibt ohnehin zu bedenken, dass der Amtsantritt als kantonaler Kirchenratspräsident erst im Juni 2022 – also in einem guten Jahr erfolgen würde, obwohl die Wahl in der Synode der Evangelischen Landeskirche Thurgau bereits Anfang Juli dieses Jahres traktandiert ist. Ausserdem habe die Synode letztes Jahr ermöglicht, gegebenenfalls die Stellenprozente anders zu verteilen beziehungsweise für das Präsidium allenfalls aufzustocken. Wie das Amt genau ausgestaltet werde, müsse sich in vertiefenden Gesprächen noch weisen. „Wenn Paul Wellauer gewählt wird, finden wir in jedem Fall eine gute Lösung“, zeigt sich Thomas Friederich zuversichtlich.

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